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Palabra del Ejército Zapatista de Liberación Nacional

Mar182016

Über CompArte: Wenige Fragen, wenige Antworten

Über CompArte: Wenige Fragen, wenige Antworten.

EJÉRCITO ZAPATISTA DE LIBERACIÓN NACIONAL – EZLN.

MEXIKO.

14. März 2016

Compas und Nicht-Compas,

Wir schreiben Euch, um Euch zu erzählen, wie es mit den kommenden Aktivitäten im Juli, Oktober und Dezember 2016 so läuft. Nach einigen wenigen Fragen, die wir erhielten, kommen hier jetzt einige wenige Antworten, die sich lediglich auf das Festival „CompArte für die Menschheit“ beziehen:

– Wie läuft es denn so mit der Registrierung für das Festival der Künste?
Bis zum 12. März 2016 haben sich registriert:
* 21 Publikumsteilnehmer_innen aus Mexiko und 5 aus anderen Ländern.
* 99 partizipierende Künstler_innen aus Mexiko und 30 aus anderen Ländern (Chile, Argentinien, Griechenland, Kanada, USA, Spanien (Zentralstaat), Neuseeland, Trinidad und Tobago, Guatemala, Kolumbien, Costa Rica, Brasilien, Peru; Grenzüberschreitend; Uruguay, Frankreich und die Sufi-Gemeinschaft mit islamischer Musik).

– Welche Art von Aktivitäten und künstlerischen Praktiken sind bisher registriert?
Nach denjenigen, die sich registriert haben, gibt es bisher: Rap, Poesie, Visuelle Künste, zeitgenössischer Tanz, Malerei, Radierungen, Literatur-Erzählungen, Theater, Marionetten, Stick-Kunst, Schmiede-Kunst, Siebdruck, Fotografie, Dokumentarfilm, Kino, Bildhauerei, Keramik, Kurzfilm, (Buch-)Illustration/ Gestaltung, Reggae, Rock, Graffiti, Gastronomie, Luft-Tanz-Akrobatik, Muralismus/ Wandbilder, Musik, Musik und noch mehr Musik.

– Wie ist das mit den „wechselnden Orten“ für das „CompArte“-Festival?
Wir hoffen, dass die Compas der Sexta in Mexiko und der Welt die – wie man so sagt – unterschwellige Botschaft der Einladung verstehen, und an ihren Orten und gemäß ihren Zeitabläufen, Aktivitäten organisieren, die vor, parallel oder nach den zapatistischen Festivals-Treffen stattfinden. Das heißt, wir hoffen, dass die Sexta – ob in ihren Gemeinden oder Regionen oder Gebieten oder Ländern – Festivals und Treffen organisiert, wo die künstlerische Praxis Raum und Resonanz findet. Und klar, auch die zwanzigjährige rebellische und widerständige Existenz des Congreso Nacional Indígena (CNI) gefeiert wird, und die Wissenschaftler_innen aufmerksames Zuhören und kritisches Denken vorfinden werden.

– Um beim Festival „CompArte“ als Publikum teilzunehmen, ohne selbst künstlerisch zu partizipieren, ist es notwendig, sich vorher zu registrieren?
Ja. Lediglich klarmachen, dass man/frau „Assistent_in“ ist.

– Um beim Festival „CompArte“ als Publikum u n d künstlerisch teilzunehmen, ist es notwendig, sich zu registrieren?
Ja. Und wir bitten darum, dass die Form der Partizipation klar gemacht wird.

– Wie lautet die Email-Adresse für die Registrierung beim Festival „CompArte für die Menschheit“?
Die Email-Adresse ist: compArte@ezln.org.mx

– Könnt Ihr mir die Daten und Orte des Festivals „CompArte für die Menschheit“ wiederholen?
Nein. Sie wurden bereits im Kommuniqué vom 29. Februar genannt… Na, gut, ok, ok, hier also:

Daten:
Vom 17. Juli bis 30. Juli 2016

Orte:
* Vom 17. Juli bis 22. Juli 2016 im Caracol Oventik.
Künstlerische Teilnahme: Lediglich die Bases de Apoyo Zapatista (1).
Freie Teilnahme für alle – jedoch mit Registrierung – als Zuhörer_innen und Zuschauer_innen.

* Vom 23. Juli bis 30. Juli 2016 im CIDECI in San Cristóbal de las Casas, Chiapas.
Teilnahme: alle registrierten Künstler_innen.
Freie Teilnahme für alle – jedoch mit Registrierung – als Zuhörer_innen und Zuschauer_innen.

– Kostet die Registrierung als künstlerische Teilnehmer_in oder als „Assistent_in“ etwas?
Nein.

– Bezahlt Ihr (die Zapatistas) Reise-, Verpflegungs- und Unterbringungskosten?
Nein.

– Ist – gemäß dem Zapatismus – die Gastronomie eine künstlerische Praxis?
Jeder, jede charakterisiert seine, ihre eigene Praxis.
In der schwierigen kulinarischen Kunst könnten die Insurgentas (2) – wie als Echo des 8. März – mit einem Menü, …mmm…, wie soll ich es nennen…, mit einem etwas irritierenden Menü teilnehmen: „Tamales (3) in Saft und Chili-Café“ (Obacht: Für die flüssigen Tamales verwenden sie keinen Mixer oder irgendeine andere Maschine; lediglich die Herdstelle und deren „Weisheit“ genügen dafür). Ich habe es bereits erlitten…, pardon…, genossen; ja, und es ist… irritierend.

– Dürfen kleine Mädchen und kleine Jungen daran teilnehmen?
Die kleinen Jungen können sich registrieren und künstlerisch oder als Publikum teilnehmen. Für die kleinen Mädchen – es tut mir leid – ist es bereits zu spät, der letzte Termin war der 8. März 2016, sodass… Wie?… Aber es ist, weil… Oh!… Na, gut, na, gut: Auch die kleinen Mädchen können sich registrieren.
Obacht: Alle Minderjährigen sollten in Begleitung ihrer Mutter oder ihres Vater, oder ihres Tutors, Tutorin oder TutorIn sein.

– Gibt es irgendetwas, was während den Veranstaltungen verboten ist?
Ja. Die Herstellung, der Konsum und die Verbreitung von Drogen oder Alkohol sind strikt verboten. Falls Ihr nicht fähig seid, Kunst zu machen oder zu genießen, ohne Euch vorher oder während dessen etwas einzupfeifen, dann habt Ihr Euch im Sender geirrt.

– Gibt es immer noch keinen Bescheid über die Escuelita?
Nein. Sie sind dabei die Fragen durchzusehen, die die Schüler_innen schickten. Wenn es etwas gibt, werden wir es den Interessent_inn_en bekannt geben.

Das war’s für jetzt.

Subcomandante Insurgente Moisés. Subcomandante Insurgente Galeano.

Mexiko, März 2016.

Aus dem Notizheft des Gato-Perro (4):

DIE STUNDE DES POLIZISTEN (erster Teil)
Einer. – In Mexiko, einem lateinamerikanischen Land, das wie alle Länder die weltweite Krise erleidet – jedoch potenziert durch die zur Regierung gemachte, stabile Triade aus Korruption, Töpelhaftigkeit und Ignoranz – kann der verantwortliche Beamte für öffentliche Bildung, Aurelio Nuño Mayer, seine Leidenschaft für den Beruf des Polizisten nicht verbergen. Durch seine Geistes-Brüder ermutigt, glaubt der Señor Nuño, er könne die Kandidatur seiner Partei, der PRI, als Staatspräsident erlangen, indem er mehr als bezahlter Schläger denn als Förderer des mexikanischen Bildungswesens fungiert. Liebhaber von Drohungen, seinen eigenen Repressionskorps leitend, arbeitend wie jeglicher Patron in den Anfängen des ungezähmten Kapitalismus, findet der Señor Nuño besonderes Vergnügen daran, das Lehramt nicht durch bessere Schulen, Vorbereitung oder Gehälter, sondern durch Willkür-Maßnahmen, Schläge, Entlassungen umzuwandeln. Funktionen als Staatsanwalt, Richter und Henker, als Arbeitsminister (Entlassungen ohne Abfindung anordnen) und Innenminister (nach Lust und Laune Polizei und Militär einsetzen) erfüllend, als ungeschickter Medien-Sprecher, äußerst schlechter Konstrukteur von „spontanen“ Verbindungen und als jemand, der in permanenter Slow Motion twittert – ist das einzige Verdienst im Curriculum des Señors Nuño, in der kriminellen Bande, die Straftaten aus Gesetzmäßigkeit begeht, Unterschlupf gefunden zu haben. Trotz seiner Anzüge und Krawatten, seinem durch mediales Photoshop konstruierten, geschminkten Image, kann der Señor Nuño nicht verbergen, was er immer gewesen ist: ein trauriger und grauer Polizist, der sein Geld und sein Vergnügen darin findet, zu unterdrücken und zu demütigen. Der Señor Nuño hat sich immer danach gesehnt, ein guter Polizist zu sein, aber… wenn die Räuber-Höhle nicht ausreicht, um all die Vielen unterzubringen, wenn sein heimlicher Beschützer stürzt, wird der Señor Nuño zeigen, dass er ein guter Läufer ist, …wenn es heißt, zu flüchten.

Ein anderer. – In der so genannten „höchsten Bildungseinrichtung“ dieses Landes – das während der Fußball-Weltmeisterschaften (obzwar nicht über die Achtel-Finalspiele hinaus) als „Mexiko“ bekannt ist – in der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM), kam der Señor Enrique Graue Wiechers zum höchsten Posten der Bürokratie, dem Rektorat – einer Leitersprosse zu Regierungsposten. Außer seiner akademischen und beruflichen Karriere innerhalb der universitären Bürokratie – an der Hand geführt durch den Psychiater der Familie Zedillo Ponce de León – machte der Señor Graue sein Postgraduierten-Studium an einer nord-amerikanischen Universität, die durch die Erfindung des energetischen Getränks „Gatorade“ bekannt wurde. Das ergibt eine Vorstellung vom Fortschreiten seiner Spezialisierung in Augenheilkunde. Vor einigen Tagen erklärte sich der Señor Graue als „empört“, weil die Polizei einem Aktivisten des Auditoriums Che Guevara (das die universitären Autoritäten vergeblich „Justo Sierra“ zu nennen versuchen) nicht genügend Drogen „gepflanzt“ oder „gesät“ hatten, das heißt, unter geschoben. Der Señor Graue empörte sich nicht darüber, dass das niedrige Budget der föderalen Regierung für die höhere Bildung nicht ausreichend ist, um hunderttausende junge Männer und Frauen aufzunehmen. Er empörte sich auch nicht über die merkantilistischen Arbeitsbedingungen, denen akademisches und administratives Personal unterworfen sind. Er empörte sich auch nicht darüber, dass die UNAM zu einer Brutstätte von Taugenichtsen, von bürokratischen Funktionären wurde, die nicht einmal den Namen ihres Vorarbeiters, das heißt, ihres Rektors, richtig schreiben können. Auch nicht über die Unsicherheit, unter der Verwaltungsangestellte, Akademiker und Studenten auf dem Campus leiden (Überfälle, Vergewaltigungen, Morde). Nein, er war auch nicht darüber empört, dass ein anti-demokratisches Gangster-Verfahren einen grauen Bürokraten auf den höchsten Posten der „höchsten Bildungseinrichtung“ hievte.

Nein. Der Señor Graue war darüber empört, weil die Polizei ihre Arbeit, Schuldige zu produzieren, nicht gut ausgeführt hatte. Ja, und das empörte den Señor Graue; denn sein ganzes Leben hat er sich angestrengt, ein guter Polizist zu sein. Mit einem erzürnten polizeilichen Diskurs (sekundiert von Personen, die nicht einmal wissen, wo zum Teufel denn das Auditorium „Justo Sierra“, und noch weniger, wo das Auditorium Che Guevara sich befindet) hält er eine Vorlesung: „Die Schuld für das Problem der höheren Bildung in Mexiko trägt, unter anderem, eine vegetarische Kantine, eine Siebdruck-Werkstatt und ein Bäckerei-Betrieb. Das sind subversive Aktionen, die von Anarchisten, das heißt, Schmutzigen, Hässlichen, Bösen, befördert werden. Sie stehen im Widerspruch zur Reinlichkeit und guten Kleidung der universitären Bürokratie. Anstatt Gatorade verkaufen sie reines Wasser von unbekannter Herkunft. Das sind Drogenabhängige (die höheren, mittleren und unteren Angestellten verstecken (schnell) in den Schreibtisch-Schubladen ihr Kokain, ihr Crystal Meth, die Lines, bis hin zum Crack, und die eine oder andere Kippe – denn auch in der Bürokratie gibt es unterschiedliche Niveaus, mein Lieber), das sind Anarco-Anarchisten, sie sind kein Teil der universitären Gemeinschaft (mehr als ein Funktionär muss da seinen Ärger verschlucken), und dieses Auditorium…, dieses Auditorium…, dieses Auditorium, Sekretär, schnell, sagen Sie mir, wie heißt das Auditorium, dieses, das wir befreien wollen? Ah, ja, Auditorium „Justo Sierra“ der medizinischen Fakultät… Was?… Nicht der medizinischen Fakultät?… Was?… Es wird aufgenommen? Sagen Sie!… Ok… Es ist in der philosophischen und literarischen Fakultät in Acatlán… Nein?… In der Ciudad Universitaria?… CU? Das ist nicht dort, wo die Pumas spielen?… Da gibt es auch Fakultäten?… Nun, ich kenne nur die Loge des Rektorats… Gut, wo immer es sei, es muss durch die Polizei „befreit“ werden, klar, durch Polizei, die die Beweisstücke richtig unterschiebt, und nicht diese Geistlosen, die nicht wissen, wie man Marihuana in einem Rucksack richtig unterbringt. Darum wird eine Elite-Gruppe meiner Funktionäre eine Diplomarbeit abgeben, wie man Aufputschmittel in Aktentaschen verstaut. Ja, ich weiß. Das ist nicht dasselbe, aber wir tragen keine Rucksäcke, sondern Aktentaschen. Ich sagte… Und den Beifall?… Nimm den mit dem Aufnahmegerät auf, Dummkopf!… Nein, dieses mach’ aus, du ruinierst mir noch meine Karriere im Kabinett! Das andere! Das da! Danke, Danke an die wahren Universitätsmitarbeiter, die wissen, dass die Universität dazu da ist, um zu domestizieren, und nicht um zu lehren oder zu untersuchen! Danke, danke, danke! Wie war es?… Was?… Mach’ dieses scheiß Aufnahmegerät aus!… Nein, nicht das mit den Begeisterungsrufen, das andere, Dummkopf, das am Aufnehmen ist!“

Der Señor Graue ist außer sich; er will doch nur ein guter Polizist sein…

Beglaubigt: Wau-Miau.

Gato-Perro.

Copyleft 2016. Erlaubnis der Junta de Buen Gobierno – im Zustand: „Darauf komme ich morgen wieder zurück, um zu sehen, ob bereits, aber wer weiß, im nächsten Turnus plötzlich, aber während dessen erzähle ich dir die Geschichte der zapatistischen Autonomie. Die kennst du bereits? Nun, gut, dann muss man sie noch einmal durchgehen, wie man so sagt, bis sie richtig in deinem Kopf drin ist. Hast du dein Notizheft dabei? Schreib’ auf: „Widerstand und Rebellion“, „Resistencia y Rebeldía“ oder: „Rebellion und Widerstand“, „Rebeldía y Resistencia“, das ist das Gleiche, denn die Reihenfolge der „R“ schädigt nicht die Autonomie. Was, du hast nicht gut Mathematik gelernt? Nichts als Lieder? Nein, guck’ doch ‘mal, man braucht die Künste und die Wissenschaften – wenn nicht, wie sonst.“

Anmerkungen der_die Übersetzer_in:
(1) zapatistische Unterstützungsbasis
(2) wörtlich: die Aufständischen (Frauen), als militärischer Teil des EZLN
(3) in Maisblätter eingewickelte Mais-Masse (der Polenta ähnlich), die in kochendem Wasser gegart wird.
(4) Katze-Hund

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