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Palabra del Ejército Zapatista de Liberación Nacional

Jul192016

Die Geografie? Oventik. Der Kalender? 29. Juli 2016.

Die Geografie? Oventik.

Der Kalender? 29. Juli 2016.

ZAPATISTISCHE ARMEE DER NATIONALEN BEFREIUNG.

MEXIKO.

17. Juli 2016,

An die teilnehmenden Künstler*innen des CompArte:

An die Sexta National und International:

Schwestern und Brüder:

Compañeras, Compañeros und Compañeroas:

Empfangt unseren Gruß. Wir schreiben Ihnen um Ihnen folgendes mitzuteilen:

Wir möchten alle Künstler*innen, die sich der Teilnahme am CompArte verpflichtet haben, nicht nur unsere Bewunderung und unseren Respekt wissen und fühlen lassen. Sondern auch und vor allem unsere Überzeugung, dass angesichts der momentanen dunklen Stunden, und jenen die kommen werden, ihre Arbeit und Kreativität benötigt wird, um den Weg zu finden, den wir als Menschheit, wollen, brauchen und verdienen.

Und wenn wir von der Dunkelheit sprechen, meinen wir nicht nur das Grauen, dass in jeden Teil der bereits weltweit leidenden Geografie entspringt und zerstört. Sondern auch den politischen und ökonomischen Merkantilismus, der sich, ohne sich für die Tode und Unglücke zu interessieren, über die noch warmen Leichname der Opfer herfällt und versucht Profite und Vorteile aus ihnen zu ziehen.

Wenn die Maschine diese perverse Logik auferlegt, in der jeder Schmerz nicht empört sondern betäubt, sind es vielleicht die Künste, die die Menschheit daran erinnert, dass der Mensch nicht nur zerstört und tötet, auferlegt und versklavt, verachtet und vergisst, sondern auch die Fähigkeit hat zu erschaffen, zu befreien und Geschichte zu machen. Schlägt nicht in den schmerzlichsten und erschütterndsten künstlerischen Werken auch das Leben und die Freiheit?

Wie gut, wir denken, fühlen, glauben, als Zapatistas die wir sind, dass es Künstler*innen gibt, die es verstehen, dem tiefsten und dunkelsten Kalender, ein Licht der Menschlichkeit zu entnehmen.

Wenn es nicht jetzt ist, wann dann?

Wir wollen nicht, dass Sie sich gegenüber jemanden verpflichtet fühlen, noch unterworfen, verfolgt noch bedingungslos. Wir suchen weder ihre Stimmen noch ihre Vetos. Wir wollen Ihnen nur sagen, dass wir, in jener Welt, die wir vom Wachturm aus erblicken, sie anschauen. Oder noch besser, wir schauen auf ihre Kunst.

So denken wir. Dennoch sehen wir, dass unsere Ideen und Gefühle nicht durch diese Worte ausgedrückt werden können.

Deshalb haben wir Zapatistas uns im Stillen eine neue Anstrengung auferlegt, die wir ihnen nun mitteilen wollen:

Wir wollen sie begrüßen und ehren so wie sie sind. Nicht als Militante der Ursachen, die mit verschiedenen Farben und Symbolen die Welt bevölkern. Sondern lieber als einen Schritt in dem wir ein menschlicheres, ein würdigeres Morgen erahnen.

Wir Zapatistas schauen nicht nach oben.

Nur gegenüber den Wissenschaften und den Künsten erheben wir unsere Augen, unsere Ohren. Und es sind nicht Angst oder Gehorsam die unseren Blick erheben. Es ist das Wunder des Wissens, die Herrlichkeit der Künste.

Deshalb haben wir uns organisiert um Ihnen eine sehr knappe Version dessen, was wir für das CompArte vorbereitet haben, zu präsentieren. Dies mit dem einzigen Ziel zu versuchen, Sie fühlen zu lassen, wie großartig Sie für uns Zapatistas sind.

Wir wissen, dass die Compas der Sexta und Teile der künstlerischen Gemeinschaft von Chiapas, mit dem immer aktiven Engagement der Compas des CIDECI, die Organisation des CompArte im CIDECI vorangetrieben haben, um es in ihren Räumen vom 23. bis 30. Juli 2016 zu feiern. Wir hoffen wirklich, dass diese Feier so prächtig wird, wie ihre künstlerische Arbeit ist und, dass in diesen Kalendern der verzweifelten Dunkelheit, in jenen Winkel der Welt ein anderer Wind wehen wird und es nicht die Nacht von Oben sein wird, die vorherrscht. Dass, auch wenn nur in der Flüchtigkeit eines Musikstücks, eines Pinselstrichs, eines Tanzschritts, eines Standbilds, einer Zeile eines Dialogs, eines Verses, eines was auch immer, die Stunde der Polizei besiegt, und zumindest während einer Sekunde die Möglichkeit einer anderen Welt geatmet wird.

Also, ausnutzend, das einige (nicht alle, das ist wahr) zu jenem Zeitpunkt im CIDECI erschaffen werden, wollen wir Sie, die Teilnehmer*innen und Besucher*innen, ins Caracol Oventik am 29. Juli 2016 einladen. Von 10 bis mindesten 19 Uhr (nationale Zeit) werden wir Theater, Tanz, Musik, Poesie, Malerei, Gedanken und vielleicht sogar Scharade präsentieren. Auch wenn es nur ein kleiner Teil dessen sein wird, was in den Dörfern für das CompArte vorbereitet wurde, werden die fünf Caracols anwesend sein, die die zapatistischen Gemeinschaften der Tzotziles, Choles, Tzeltales, Tojolabales, Zoques, Mames und Mestizen unterstützen. Trotz der Dringlichkeit haben sich die zapatistischen Compas vorbereitet um zu Ihren Ehren das Leben und die Freiheit zu feiern.

Es wird nicht alles sein, was wir vorbereitet haben, aber es wird nicht weniger sein als: ein Geschenk, das wir Ihnen machen wollen. Vielleicht gefällt es Ihnen, vielleicht gefällt es Ihnen nicht. Aber wir sind sicher, dass Sie hier Klänge, Farben, Lichter und Schatten finden werden, die keine weitere Bestrebung haben, als dass Sie das „Danke“ mit dem wir Sie umarmen, hören, schauen und fühlen.

Die zapatistischen Künstler*innen machen ihre Präsentation am 29. Juli und kehren am 30. Juli in ihre Gemeinden zurück. Es sei denn natürlich jemand lädt sie zur Teilnahme des letzten Tages des Festivals CompArte ins CIDECI ein. In dem Fall werden sie einen Zwischenstopp im CIDECI einlegen um etwas von Ihnen zu lernen.

So, jetzt wissen Sie:

Die Geografie? Das Caracol Oventik.

Der Kalender? 29. Juli 2016, von 10 bis 19 Uhr.

Vielleicht regnet es, vielleicht nicht. Vielleicht ist es kalt, vielleicht nicht. Aber hier sind wir, hier werden wir sein.

Denn dieser Winkel der Welt, wo es an uns ist zu widerstehen und zu kämpfen, ist nur unser Haus auf Zeit.

Unser großes Haus, im Morgen und im Traum, war, ist und wird die Welt sein, die wir, mit den Anderen, erschaffen.

Hier erwarten wir Sie.

Auch wenn wir Sie immer erwarten.

Und auch wenn Sie nicht kommen können, empfangen Sie unsere beste Umarmung, die wir ihnen geben …

Aus den Bergen des mexikanischen Südostens.

Subcomandante Insurgente Moisés. Subcomandante Insurgente Galeano.

Chiapas, Mexiko. 17. Juli 2016.

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